LandFrauenverein Kirchheim

Einblick in die Arbeit des DRK Kirchheim

Am Mittwoch, 8. Mai wurden wir beim DRK Ortsverein von Nino Blavustyak, Heike Müller-Bartruff und Harald Auchter herzlich empfangen.

Herr Blavustyak wohnt in Kirchheim, arbeitet hauptberuflich beim DRK Heidelberg als Leiter des Rettungsdienstes und ist ehrenamtlich beim DRK Kirchheim aktiv. Er stellte uns die verschiedenen Aufgabengebiete des DRK anhand einer Präsentation vor, zu dem auch der Katastrophenschutz, die Bergwacht und die Wasserwacht gehören. Die sieben Grundsätze des DRK lauten: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.

Danach richten sich sowohl die hauptberuflichen als auch die ehrenamtlichen Helfer.

Danach ging er auf den Ortsverein Kirchheim ein. Eine Besonderheit im Ort ist es, dass wir Ersthelfer vor Ort haben. Das sind Nino Blavustyak, Hans Müller, Harald Auchter und Uwe Seibold.

 

© Petra Bohnenstingl

 

Den Ersthelfern steht jeweils ein Notfallrucksack mit den wichtigsten Geräten für den Notfall zur Verfügung. Diese Ausstattung kostet 2600,– € pro Ersthelfer.

Herr Blavustyak wies darauf hin, dass diese Ausrüstung von der Gemeinde Kirchheim übernommen wurde. Das ist nicht selbstverständlich. Der Großteil der Ersthelfer muss es aus eigener Kasse oder der ihres Ortsvereins bezahlen.

Die Ersthelfer werden gleichzeitig mit dem Rettungsdienst durch die Integrierte Leitstelle Ludwigsburg informiert. Durch die kurze Entfernung sind die Ersthelfer tatsächlich immer als erstes beim Notfall. Sie können die ersten wichtigen Vorkehrungen treffen. Das reicht von leichten Verbänden über Sauerstoffgabe bis zur Reanimation. Die Wiederbelebungsmaßnahmen müssen innerhalb der ersten Minuten stattfinden und dauern so lange, bis der Rettungsdienst vor Ort ist.

Solche Reanimationen sind leider keine Seltenheit und müssen von den Ersthelfern durchgeführt werden.

Ansonsten gehört zu den Aufgaben auch die Bereitschaft bei Veranstaltungen wie Straßenfesten, Ringerturnieren und anderen Veranstaltungen vor Ort und einsatzbereit zu sein. Auch die Sozial- und Seniorenarbeit, welche in Kirchheim Frau Patrizia Mecheels leitet, gehört dazu und selbstverständlich auch das Organisieren und Durchführen der Blutspendeaktionen.

Für die Einsätze gibt es keine Entschädigungen und auch keine Freistellungen der Arbeitgeber.

In Kirchheim gibt es sieben aktive ausgebildete Sanitäter. 

Ein weiteres Standbein ist das Jugendrotkreuz. Frau Müller-Bartruff leitet dieses. Derzeit sind zwei Juniorgruppen in Kirchheim aktiv. Insgesamt 30 Kinder und Jugendliche.

Die Kinder lernen so schon früh anderen zu helfen. Anhand von realitätsnahen Darstellungen von Wunden wird geübt, diese zu erkennen und zu versorgen. Erst kürzlich erreichten sie bei einem Wettbewerb den ersten Platz. Frau Müller-Bartruff ist mit sehr viel Engagement und Herzblut dabei den Nachwuchs zu fördern, dass es ihr sicher gelingen wird auch junge Leute zu Schulsanitätern auszubilden. 

 

© Petra Bohnenstingl

 

Zum Abschluss durften wir dann noch den KTW 4 besichtigen. Ein Einsatzfahrzeug, in dem bis zu vier Leichtverletzte transportiert und versorgt werden können.

Die 16 teilnehmenden Landfrauen waren sehr angetan von der ehrenamtlichen Arbeit des DRK und es wurde allen bewusst, wie wichtig es ist, auch als Laie erste Hilfe leisten zu können.

Unsere Hochachtung gilt den Ersthelfern vor Ort, die rund um die Uhr einsatzbereit sind. Die Begeisterung für ihr Ehrenamt ist Ihnen anzumerken. Wir wünschen dem Ortsverein, dass sich in Kirchheim noch einige Menschen finden, für die die Hilfe für andere Menschen wichtig und selbstverständlich ist.

Die Landfrauen bedankten sich bei Herrn Blavustyak, Frau Müller-Bartruff und Harald Auchter für die Zeit, uns alles zu erklären mit einem Schokoladenpräsent und einer Geldspende, die an dem Abend eingesammelt wurde. 

Danke, dass es Menschen gibt, die sich für andere Menschen einsetzen und helfen, wo Hilfe benötigt wird.  

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