Freunde der Vinothek e.V.

2. Weinkolleg 2026

Teil 1

Sehr gut besucht war auch das zweite Weinkolleg der Freunde der Vinothek. Manfred Schmälzle hatte Tobias Schifferer gebeten den Gästen seine Serie „Winzerstolz“ zu präsentieren und über sein Weingut und seine Arbeitsweise zu berichten. 

Noch immer ist Schifferer Winzer im Nebenerwerb und arbeitet an 4 Tagen in seinem gelernten Beruf als Weinbau-Techniker.

Gut besuchtes zweites Weinkolleg in der Vinothek
© Hannelore Tiedke
Gut besuchtes zweites Weinkolleg in der Vinothek

In sehr heiterer und lockerer Runde präsentierte er zuerst seinen trockenen Winzersekt aus der Premiumlinie seines Hauses. „Für diesen Winzerstolz-Sekt nehme ich den Spätburgunder, der als Blanc de Noir gekeltert wird. Besonders achte ich darauf, dass wir sehr früh mit der Spätburgunderlese beginnen, um die grünen, frischen Noten zu bekommen, damit der Zuckergehalt für die erste Gärung im Tank nicht zu hoch ist, weil ich den Alkoholgehalt niedrig halten möchte.“, erläuterte Schifferer seine Arbeitsphilosophie. Erst für die zweite Gärung in der Flasche werde nochmals Süß-Dosage und Hefe hinzugefügt. Die mit Kronkorken versehene, sechs Bar Druck aushaltende Sektflasche, lagert dann mindestens neun Monate  im Rüttelpult, bis sie am Ende auf dem Kopf steht und der Hefepfropf im Flaschenhals angekommen ist. Erst beim Degorgieren, bei dem der Hals der Flasche kurz eingefroren wird, kann der Kronkorken entfernt werden, und der Hefepfropf schießt heraus. Dann wird mit Naturkorken verschlossen, der wegen des Drucks von einer Metall-Agraffe gehalten werden muss. Nach diesen für einige Besucher neuen Erkenntnissen konnten die Gäste einen frischen, fruchtbetonten Sekt genießen. 

Text und Fotos: Hannelore Tiedke

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Freunde der Vinothek

Artikelübersicht