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Neue Struktur für Aussegnungshalle
Gemeinde stellt bei Ortsgespräch Pläne für Sanierung und Umbau vor

Die Kirchheimer Aussegnungshalle steht vor einer grundlegenden Sanierung und einem Umbau. Sie soll ein würdevoller Ort des Abschieds sein. Um die Pläne zu erläutern, hat die Gemeinde zu einem Ortsgespräch in die Aussegnungshalle eingeladen. Dieses Format bietet den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, direkt Fragen zu stellen und mitzudiskutieren. „Wir haben mit unseren Partnern ein Konzept für eine Aussegnungshalle erarbeitet, die den Menschen in der schweren Zeit des Abschiednehmens von einem geliebten Menschen einen neuen Rahmen bieten wird“, sagte Bürgermeister Uwe Seibold.
Innenraum wird neu geordnet
Kern von Sanierung und Umbau ist eine grundlegende Neuordnung des Innenraums. Die Pläne hierfür stellten Arne Fentzloff und Simon Otterbach von Architektur109 vor. Die Aussegnungshalle soll künftig klar auf ihre Funktion als Ort des Abschieds ausgerichtet werden. Im Mittelpunkt der Trauerfeier soll der Verstorbene stehen, ohne Ablenkung durch störende Elemente. Vorgesehen sind ein neues Lichtkonzept mit indirekter Beleuchtung und eine erneuerte Tontechnik. Auch der Einsatz von Displays wurde als mögliche Ergänzung angesprochen. Vorgesehen ist unter anderem eine zusätzliche kleinere Aussegnungshalle, die für kleinere Trauerfeiern genutzt werden kann oder bei größeren Veranstaltungen als Erweiterung dient.
Vermeidung von Störungen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gestalterischen Reduktion. Elemente, die als unruhig oder ablenkend wahrgenommen werden, sollen zurückgenommen werden. Im Außen- und Innenbereich betrifft dies unter anderem die Anordnung einzelner Ausstattungselemente. Hinweise aus der Bürgerschaft wurden im Ortsgespräch aufgenommen, etwa zur Platzierung des Denkmals, zur Wirkung der Fenster zur Straße und zur Vermeidung von Störungen durch den Außenraum.
Sturmschaden machte Handlungsbedarf klar
Ausgangspunkt der gesamten Planung ist ein Sturmschaden am Dach. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass die Dachkonstruktion erhebliche Schäden aufweist und nicht punktuell instand gesetzt werden kann. Da das Dach sowohl die äußere Form als auch den Innenraum prägt, wird die notwendige Erneuerung mit einer umfassenden Sanierung der gesamten Aussegnungshalle verbunden.
Neue Toilettenanlage
In diesem Zuge kümmert sich die Gemeinde um weitere bauliche Defizite. Dazu zählen unter anderem die nicht mehr zu öffnende Glasfront, beschädigte Bauteile im Fassadenbereich sowie veraltete technische Anlagen. Auch die Situation der Sanitärbereiche und Fragen der Barrierefreiheit werden in der Planung berücksichtigt. So erhalten die Toiletten im Turm einen neuen Standort.
Lösungen für Interimszeit
Während der Bauzeit von voraussichtlich rund einem Jahr steht die Aussegnungshalle nicht zur Verfügung. Für diesen Zeitraum hat die Gemeinde konkrete Übergangslösungen erarbeitet. Aufbahrungen erfolgen überwiegend in den Räumen des Bestattungsinstituts. Alternativ sind Aufbahrungen auch in den Aussegnungshallen in Hofen oder Erligheim möglich. Für religiöse Trauerfeiern steht die evangelische Kirche zur Verfügung, für nicht konfessionelle Feiern können Räume des Bestattungsinstituts genutzt werden. Möglich ist auch die Nutzung von Aussegnungshallen benachbarter Kommunen innerhalb des Gemeindeverwaltungsverbandes. Die Organisation erfolgt in Abstimmung mit den Angehörigen.
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