Sonstiges aus Erligheim
Das Vogelnest
Auf meisterhafte Weise baut ein Nestchen sich die Meise
in den Rosenstrauch vor’s Haus – gut geschützt, auch schön sieht’s aus.
Nun, so war ja für uns Kinder jetzt die Neugier gar nicht minder,
was nun weiter da geschah, weil täglich saß die Meise da.
„Aufgepasst“, jetzt ist sie fort, im Nestchen lagen Eier dort.
Das hat so seine Gründe – eine Familie wird gegründet.
Eine Pflicht hat Mutter Meise – aufmerksam! … und atmet leise,
auf den Eiern fest sie sitzt, bis die Zeit erfüllet ist.
Nun ist die Nestruh wirklich aus – fünf kleine Vögelchen kommen raus.
Die Augen zu, den Schnabel offen – sie sogar auf Nahrung hoffen.
Fleißig ist die Meisenmutter, strebt und sucht jetzt stets nach Futter!
Solang sie nicht flügge sind, ist sie verpflicht’ für jedes Kind.
Inzwischen flogen sie schon aus – rarer zwitschern sie vorm Haus.
Doch hoffen wir, dass nächstes Jahr – dass wieder kommt ein junges Paar.
Gedicht von Regina Frintz (1992 geschrieben, sie feiert in wenigen Monaten ihren 99. Geburtstag)