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Schützengilde

2.Perkussionsrevolverschießen der Schützengilde Bönnigheim 1545 e.V.

Rauch, Blei und Chili: Schützengilde Bönnigheim im Wildwest-Fieber

Am vergangenen Sonntag verwandelte sich die Schützengilde Bönnigheim in ein kleines Fort im Wilden Westen. Acht wagemutige Schützen traten zum zweiten, diesmal vereinsinternen Perkussionsrevolverturnier an, um den zielsichersten Scharfschützen auszumachen.

Geschossen wurde mit historischen Handfeuerwaffen, wie sie bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in den USA allgegenwärtig waren! Das Laden dieser Prachtstücke ist heute ein echtes Kunsthandwerk und macht dieses Hobby sehr exklusiv: Jede der sechs Trommelkammern muss einzeln mit losem Schwarzpulver, einem Verdämmungspfropfen, der Blei-Rundkugel und einem Zündhütchen bestückt werden – damals aus purem Geiz, weil fertige Patronen nahezu unerschwinglich waren. Echte Handarbeit für absolute Liebhaber.

Im Duellmodus wurde es spannend. Auf die Schützen warteten zwar keine Schurken, sondern nur Pappscheiben, doch die machten es ihnen nicht leicht: Für jeden Schuss war das Ziel nur drei Sekunden zu sehen, bevor es sich für sieben Sekunden wegdrehte. Nerven wie Drahtseile waren gefragt!

Am Ende bewies Heiko „Wyatt" Schmälze das schärfste Auge und siegte mit überragenden 48 von 50 möglichen Ringen. Dicht auf den Fersen waren ihm Gunter „Jesse" Bareis mit starken 46 Ringen auf Platz zwei und Jürgen „Clint" Lais, der sich mit 45 Ringen den dritten Platz erkämpfte.

Nachdem sich der Pulverdampf verzogen hatte, gab es zum Ausklang ein gemeinsames Essen im Westernstil: Bei einem feurigen Chili-Eintopf ließen die Schützen den Tag gemütlich ausklingen.

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