SKV Fußball

Hoher Heimsieg gegen Mezopotamya Bietigheim II

Am Sonntag empfing der SKV das Team von Mezopotamya Bietigheim II zu Hause. Auf dem Papier waren die Rollen klar verteilt, waren die Gäste aus Bietigheim nach vier Spielen noch ohne Punkt, auf dem Feld tat sich der SKV zu Beginn schwer. Zwar machte man das Spiel, war jedoch nicht zwingend genug und ließ immer wieder auch Gegenstöße der technisch versierten Sturmreihe Metzopotamias zu. Insgesamt jedoch neutralisierten sich beide Teams bis auf wenige Chancen.

Erst in der 23. Minute passierte, worauf alle Heimfans warteten, ein Klärungsversuch nach einer Ecke landete direkt bei SKV-Linksverteidiger Marco Schollenberger, der sich aus etwa 20 Metern nicht zweimal bitten ließ und den Ball volley im Tor versenkte.

Nun war der Bann gebrochen. Der SKV überzeugte zwar weiterhin weniger durch schöne Spielzüge, schaffte es aber seine schnelle und durchsetzungsstarke Sturmreihe besser in Szene zu setzen. Rechtsaußen Jascha Haiber erhöhte per Doppelpack in Minute 25 (nach einer Ecke) und Minute 31, ehe in der 33. Minute erneut Marco Schollenberger in völliger Unkenntnis der Rolle des Linksverteidigers das nächste Traumtor nachlegte. Einen Freistoß aus dem Halbfeld versenkte er direkt unter die Latte (wobei ein bisschen auch ein Stellungsfehler des Torhüters half).

Mezopotamya steckte zwar nicht auf, kam aber nicht mehr zurück ins Spiel. So legte der SKV vor der Pause das 5:0 (Eigentor, 43. Minute) und das 6:0 durch Linksaußen Tiago Ferreira nach (44. Minute).

Alles deutete zur Pause also auf einen entspannten Sonntag-Nachmittag und einem hohen Heimsieg aus. Erfüllen sollte sich nur Letzteres. Denn während Mezopotamya in Halbzeit zwei ordentlich Gas gab, verzettelte sich der SKV immer wieder mit zu komplizierten Ideen, aussichtslosen Einzelaktionen und ein paar Prozent Einsatz zu wenig. So bestimmten plötzlich die Gäste das Spiel und kamen zu mehreren guten Chancen, allein zweimal rettete der Pfosten, einmal SKV-Keeper Philipp Halbgebauer stark im eins gegen eins, mehrmals flog der Ball nur Zentimeter über oder neben das Tor.

In der 77. Minute fiel schließlich der hochverdiente Anschlusstreffer, in der 83. Minute direkt das 6:2. Erst jetzt schaffte es der SKV wieder umzustellen und sich auf seine Stärken zu besinnen. Und so war es Oleg Morasch, der in der 88. Minute die winzigen Bietigheimer Hoffnungen mit dem 7:2 endgültig begrub, ehe Leo Chube und ein drittes Mal Jascha Haiber das Ergebnis in der Nachspielzeit noch in die Höhe schraubten.