AG Kultur unter einem Dach

Besuch der Herzogskelter in Güglingen

Die Herzogskelter in Güglingen war das Ziel unserer Exkursion am Sonntag, 11. Oktober. Die Teilnehmenden erlebten vor Ort, wie aus einem einst umstrittenen historischen Gebäude das pulsierende Herz der Stadt wurde.

Erbaut zwischen 1568 und 1572 unter Herzog Christoph (zusammen mit Bandhaus und Zehntscheune), blickt das Ensemble auf eine bewegte Geschichte zurück. Wie uns Kulturamtsleiterin Ines Schmiedel in einer lebendigen Führung erläuterte, stand das Areal in den 1970er Jahren jedoch vor einer ungewissen Zukunft. Ursprünglich war  -  wie andernorts auch  - oft der Ruf zu hören: „Weg mit dem alten Klump.“

Dass es anders kam, ist einer knappen Entscheidung zu verdanken: Nur mit einer Mehrheit von einer Stimme beschloss der Gemeinderat damals die Sanierung. Unter Bürgermeister Manfred Volk und nach Plänen von Architekt Rall wurde das Ensemble von 1979 bis 1981 umfassend hergerichtet – ein Projekt, das seinerzeit bundesweites Aufsehen erregte.

Heute ist die Kelter der kulturelle Mittelpunkt der Stadt. Seit 1981 präsentiert Güglingen im Bürgersaal mit über 400 Plätzen ein buntes Bühnenprogramm mit Strahlkraft weit über die Region hinaus. Auch lokale Vereine profitieren und erhalten jährlich eine kostenfreie Veranstaltungsmöglichkeit. Architekt Rall verband die Sanierung zudem geschickt mit Kunst im Stadtbild, wodurch sich Güglingen einen festen Namen als Kunststadt des Zabergäus erarbeitet hat. Ein integriertes Hotel mit Restaurant rundet das erfolgreiche Areal ab.

Kulturamtsleiterin Ines Schmiedel, Kurt Sartorius
© Ulrike Staudenrausch
Kulturamtsleiterin Ines Schmiedel, Kurt Sartorius
Die Teilnehmenden in Güglingen
© Ulrike Staudenrausch
Die Teilnehmenden in Güglingen
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