DRK Ortsverein (Kirchheim)

Bericht von der Generalversammlung

Erfasst von: Rautenberg, Inge (12.03.2018)

Örtliche DRK-Helfer leisten wertvolle Arbeit

 

Der Kirchheimer DRK-Ortsverein traf sich am Freitag letzter Woche zu seiner diesjährigen Generalversammlung im örtlichen Feuerwehr- und DRK-Haus. Dazu begrüßte der erste Vorsitzende, Uwe Seibold die anwesenden Mitglieder und hieß auch den DRK-Kreisverbandsvorsitzenden Walter Adler sowie Feuerwehr-Kommandant Christian Scherb willkommen. Bevor Seibold dann einige Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren ließ, gedachte der Verein noch seines kürzlich verstorbenen aktiven Mitglieds Harald Stecker.

 

Ob man heutzutage noch einen DRK-Ortsverein brauche, fragte Seibold zu Beginn seines Rückblicks und antwortete darauf mit einem klaren „Ja“. Dies belegte Seibold sogleich anhand eines aktuellen Beispiels: Vor einigen Tagen waren die Helfer-vor-Ort des Kirchheimer DRK-Stützpunktes frühmorgens erstmal zur Brandsicherung nach Gemmrigheim ausgerückt. Unmittelbar danach mussten sie zum nächsten Einsatz zurück nach Kirchheim in die Besigheimer Straße fahren, um dann ein paar Stunden später auch noch in der Hofener Straße Erste Hilfe zu leisten. Allein an diesem einzigen Tag habe sich gezeigt – der hiesige DRK-Ortsverein leiste mit seinen ehrenamtlichen Helfern eine wichtige Arbeit und sei somit eine notwendige Ergänzung zum Rettungsdienst oder zum Katastrophenschutz, stellte Seibold fest und ergänzte, an zwei dieser Einsätze habe sich auch die Kirchheimer Feuerwehr beteiligt.

 

Auch 2017 – im 65. Jahr seines Bestehens – habe der Kirchheimer DRK-Ortsverein alle Aufgaben und Herausforderungen „mit Bravour“ bewältigt, fuhr Seibold fort. Ob bei den zahlreichen Helfer-vor-Ort-Einsätzen, in der Senioren- und Sozialarbeit, bei den Blutspende-Terminen, oder beim Altkleidersammeln und der Christbaum-Entsorgung. Der erste Vorsitzende bedankte sich bei allen aktiven DRK-Helferinnen und -Helfern, aber auch bei der örtlichen Feuerwehr für deren außerordentliches Engagement. Sie alle könnten mit Stolz auf das vergangene Jahr zurückblicken. Seinen Dank sprach Seibold den Helferinnen und Helfern des örtlichen DRK schließlich auch als Kirchheimer Bürgermeister aus. Sie seien das „Rückgrat“ des hiesigen DRK-Ortsvereins und hätten sich mit ihrer freiwillig geleisteten Arbeit für die Gemeinde und die Bürgerschaft verdient gemacht, lobte Seibold.

 

Wo Licht sei, sei auch Schatten, gab Seibold indes am Ende seines Jahresberichts auch zu Bedenken und wandte sich dabei dem Dauerthema „Nachwuchsarbeit“ zu. Weder sei es gelungen, Kinder und Jugendliche zur Teilnahme am Jugend-Rot-Kreuz zu bewegen, noch zusätzliche Aktive für den Sanitätsdienst zu gewinnen, um dadurch dauerhaft den Fortbestand der Sanitätsarbeit im Ort gewährleisten zu können. Für die Nachwuchsförderung gäbe es eben kein Patentrezept, meinte Seibold. Daher stagniere die Zahl der Bereitschaftsmitglieder nach wie vor auf einem niedrigen Stand. Die Nachwuchsförderung gehöre daher für den Kirchheimer DRK-Ortsverein auch künftig zur wichtigsten Aufgabe. Und dennoch hätten sich im letzten Jahr für die Senioren- und Sozialarbeit sowie für die Blutspendeaktionen genügend Helferinnen und Helfer gemeldet, schloss Seibold. Ohne die Arbeit des DRK würde im Ort so manches fehlen, lautete sein Resümee.

 

Der örtliche DRK-Bereitschaftsleiter Harald Auchter ging in seinem Bericht zunächst auf die Fahrzeugsituation ein. Alle Fahrzeuge des DRK seien in einwandfreiem Zustand, teilte Auchter mit. Am meisten sei der kleine Opel Adam mit den Helfern-vor-Ort (HvO) im Einsatz. Wie Seibold bezeichnete Auchter das HvO-Konzept als ein Erfolgsmodell. An jedem dritten Tag sei der weiße Flitzer durchschnittlich in und rund um Kirchheim unterwegs. Insgesamt 120 Einsätze haben die HvO im letzten Jahr absolviert. Davon gingen allein 99 Einsätze auf das Konto von Hans Müller. Hilfreich ist für die Sanitäter die HvO-App, die laut Auchter gut funktioniert. Für ihre Einsätze werden die Helfer vor Ort von der Gemeinde inzwischen wie die Feuerwehrleute entschädigt. Auch für die Materialkosten sowie für einen Teil der Fahrzeug-Betriebskosten kommt gemäß einem Ratsbeschluss die Gemeinde auf. Dafür bedankte sich Auchter ausdrücklich bei der Gemeinde.

 

Der hiesige DRK-Bereitschaftsleiter berichtete überdies von mehr als 785 Blutspenderinnen und Blutspendern, die sich im vergangenen Sommer in Tripsdrill eingefunden hätten. Es seien genügend Helferinnen und Helfer vor Ort gewesen, bestätigte Auchter. Außerdem habe das DRK-Team 2017 bei verschiedenen Veranstaltungen im Landkreis den Sanitätsdienst versehen und im Ort insgesamt mehr als drei Tonnen Altkleider gesammelt. Und schließlich wurde auch die DRK- Einsatzgruppe Bereitschaft im letzten Jahr zweimal zu einem Notfall gerufen.

 

Gegen Ende der Generalversammlung standen noch einige Ehrungen von aktiven Mitgliedern des Kirchheimer DRK-Ortsvereins an: Johanna Winkelmann wurde für ihre 60-jährige Mitgliedschaft, Walter Sudmanns für seine 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Bereits 45 Jahre gehört Wolfgang Mayer dem örtlichen DRK an und Harald Auchter ist schon seit 35 Jahren dabei. Jeweils 15 Jahre sind Hanna Kieß und Sascha Kleiner Mitglied im DRK. Und für ihre 10-jährige DRK-Mitgliedschaft wurden Clarissa Holbein und Lukas Kallies geehrt. Leider konnten krankheitsbedingt nicht alle zu Ehrenden an der Generalversammlung teilnehmen.