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Touristik, Museen (Bönnigheim)

Vinothek Fortbildung der Vinothekare

Erfasst von: Tiedke, Hannelore (03.12.2018)

Vinothekare basteln ihre eigene Cuvée beim Workshop mit  den Önologen Uwe Hirschmüller und Simon Dorsch von der WG Stromberg-Zabergäu

 

Nach einer kurzen Einführung über die Bedeutung von Cuvées in Deutschland und Frankreich und der Abklärung des Begriffes, der von „Kufe“, französisch „cuve“, kommt und ganz einfach Bottich oder Fass bedeutet, erläuterte Kellermeister Uwe Hirschmüller die Aufgaben der Vinothekare bei der Herstellung einer Cuvèe. Sechs verschiedene Grundweine in Eposqualität wurden den zwanzig fortbildungswilligen Vinothekaren am vergangenen Samstag zur Verfügung gestellt, damit diese sich in die Geheimnisse einer Cuvée-Zusammenstellung einarbeiten konnten. Zwei Lemberger, ein Spätburgunder, ein Cabernet Dorsa, ein Merlot und ein Cabernet Sauvignon warteten darauf, von den Vinothekaren zu einer neuen Kreation zusammengemischt zu werden.

Die Vinothekare Willi Kohler, Martin Bauer, Hans-Joachim Jaeger und Brian Friz

beraten über ihre Cuvée

 

Große Aufmerksamkeit und Konzentration, Kommunikation und Überzeugungskraft waren notwendig, als die vier Gruppen an die Arbeit gingen. Genaues Abmessen der einzelnen Bestandteile und akribische Notizen waren ebenso gefordert wie die Zunge, der Gaumen und die Nase.

 

Bärbel Mann und Charlotte Nerl-Steckelberg nehmens ganz genau

 

Nach etwa 1 ½ Stunden hatte jeder Gruppentisch eine von 4-5 erstellten Cuvées benannt, die diese als ihre beste präsentierten. Damit auch die anderen Vinothekare sich vom Geschmack der jeweiligen „Tischsieger“ überzeugen konnten, „bastelte“ Simon Dorsch diese nach. Eine kleine Umfrage brachte vier Cuvèes hervor, die keinen Sieger unter sich ausmachen konnten, wohl aber unterschiedliche Gelegenheiten, zu denen die jeweilige Cuvée passte.

Simon Dorsch "bastelt" die Tischsieger nach. Uwe Hirschmüller sieht genau hin

 

Da der Aspekt der Wirtschaftlichkeit und der mögliche Absatz des Weines an diesem Nachmittag keine Rolle spielte, reichte die Spanne der Vinothek-Cuvées  vom einfachen, leichten Alltagsabendwein bis zum schweren Festtagswein. Auffallend war, dass keine der Gruppen eine Cuvée mit Süßresevezusatz kreiiert hatte.

Die Schlussworte der Vorsitzenden Regine Jung zeigten deutlich die Freude und die Dankbarkeit der Vinothekare für diesen besonderen Fortbildungsnachmittag für den die beiden Önologen ihre Freizeit zur Verfügung gestellt hatten.