Aus dem Gemeinderat

Klage über zu viel Verkehr in der Wilhelmstraße

Erfasst von: Müller, Elke (11.06.2019)

Auf dem abschüssigen Areal der früheren Gärtnerei Winter und der Volksbank sollen – wie bereits berichtet – Wohnblocks mit insgesamt rund 35 Wohneinheiten entstehen. Die geplanten Wohnhäuser im Eck, wo die Wilhelmstraße von der Schillerstraße abzweigt, will ein Investor bauen. Um diese Pläne verwirklichen zu können, hatte der Gemeinderat kürzlich den Bebauungsplan „Wohnquartier Schiller-/ Wilhelmstraße“ auf den Weg gebracht.

 

In der Bürgerfragestunde hat sich ein Besucher am Donnerstag letzter Woche zu Beginn der Gemeinderatssitzung im Hinblick auf dieses Bauvorhaben kritisch zur möglichen Verkehrsführung in der Wilhelmstraße geäußert. Ob es denn schon ein Konzept dafür gäbe, lautete zunächst die Frage. Morgens sei viel Verkehr in der Wilhelmstraße und der Verkehrslärm sei allein schon aufgrund der Schlaglöcher erheblich, klagte der Anwohner. Dazu kämen noch die durchfahrenden Busse. Die Wilhelmstraße sei eben zu breit und es würden dort viele ältere Menschen und Familien mit Kindern leben. „Welche Maßnahmen gedenken Sie dort in Abstimmung mit dem Verkehrsplaner zu ergreifen?“, wollte der Kirchheimer Bürger von Bürgermeister Uwe Seibold wissen.

 

Der Gemeinderat habe im Mai erstmal nur einen Bebauungsplan aufgestellt. Über die konkreten Inhalte werde noch beraten, gab Seibold zur Antwort. Im Zusammenhang mit dem geplanten Bauprojekt in der Schillerstraße/Wilhelmstraße erwähnte Seibold, die vorgesehenen Tiefgaragen sollten über die Schillerstraße zugänglich gemacht werden. Und auch die Erschließung solle hauptsächlich über die Schillerstraße erfolgen. Die Verkehrslärmproblematik in der Wilhelmstraße werde im Übrigen auch im neuen Entwurf zum Lärmaktionsplan berücksichtigt, den das Büro Koehler und Leutwein aus Karlsruhe gerade weiterentwickelt. Dabei werde auch geprüft, wie sich eine ganztägige Ausweitung der Tempo-30-Regelung an der Besigheimer Straße (Bundesstraße B 27) voraussichtlich auf den Schleichverkehr durch Ortsstraßen wie die Wilhelmstraße auswirkt.

 

Bezüglich des geplanten Buswendeplatzes beim Bahnhof führe die Gemeinde gegenwärtig noch Gespräche mit der Firma Cronimet, berichtete Seibold weiter. Auf deren früherem Gelände soll der Wendeplatz in der Bahnhofstraße entstehen. Damit soll unter anderem erreicht werden, dass die Busse nicht mehr durch die Wilhelmstraße fahren müssen. Die Sanierung der Wilhelmstraße selbst sei ein „Megaprojekt“ und könne nur in mehreren Teilschritten realisiert werden, meinte Seibold abschließend.