Geschichtsverein

Ortsrundgang und Ausstellung

Erfasst von: Mayer, Helmut (07.07.2019)

Am Sonntag, den 21. Juli 2019 bietet der Geschichtsverein Kirchheim wieder Gelegenheit zu einem Ortsrundgang und dem Besuch seiner neuen Dauerausstellung zum Thema „Weinbau in Kirchheim“ im großen Weinkeller des „Museum im Farrenstall“.

Wer an einer Führung durch den historischen Kirchheimer Ortskern interessiert ist hat hierzu um 14.00 Uhr Gelegenheit. Die Führung beginnt vor dem Museum und endet am „Museum im Farrenstall“. Im Anschluss haben sie Gelegenheit die Ausstellung „Weinbau in Kirchheim“ im Keller des Museums zu besuchen.

Hier können sich die ein Bild davon machen welche Arbeiten, Werkzeuge und Gerätschaften den Weg des Weins vom „Wengert“ bis in Fass und Flasche prägten. Der Geschichtsverein hat hierzu zahlreiche Exponate zusammengetragen. Tafeln im Ausstellungsraum vermitteln in Wort und Bild interessante Hintergrundinformationen. Hier befindet sich auch das Modell des Kirchheimer Kelterbaums, der gegen Ende des II. Weltkriegs im Museum in Trier, wohin er verkauft worden war, zerstört wurde.

 

Raspeln vor Ort bei der Weinlese

 

 

Natürlich ist auch die Ausstellung zum Thema „Schuhherstellung in Kirchheim“ geöffnet. Der Geschichtsverein freut sich auf Ihren Besuch.

 

Der nüchterne Lehrling

 

Zur Geschichte des Weinortes Kirchheim gehören nicht nur die einstmals fünf Keltern, von denen noch drei vorhanden sind, sondern auch auch die Kirchheimer Küfer. Einer davon war vor mehr als 100 Jahren der Küfermeister A. Wilhelm Nollenberger. Einem Mundelsheimer Lehrling hat er damals folgendes Lehrzeugnis ausgestellt:

 

Lehrzeugnis

 

Carl Fink, Küfer von Mundelsheim,

Oberamt Marbach, war bei mir vom

1. Februar 1899 bis zum 1. Februar 1901

als Lehrling tätig und bis zum 1. November als

Geselle.

Derselbe hat sich währen dieser Zeit

fleißig, nüchtern und ehrlich betragen,

so dass ich ihn jedem meiner Herrn

Kollegen empfehlen kann.

 

Kirchheim am Neckar den 1. November 1901

 

A. Wilhelm Nollenberger, Küfermeister

 

Das Original befindet sich im Museum in Mundelsheim

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