Gemeindebücherei (Kirchheim)

„Wie verhindern wir das Verstummen der Natur?“

Erfasst von: Hörer-Müller, Angelika (30.09.2019)

19. November 2019 - 19.00 Uhr

Claus-Peter Hutter

Präsident der Umweltstiftung NatureLife-International und

Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg

„Wie verhindern wir das Verstummen der Natur?“

Vortrag, Lesung und Diskussion zu den Themen Klimawandel, Artenvielfalt und Steillagenweinbau

 

Der Eintritt ist frei.

Wir nehmen gerne Ihre Spende für NatureLife-International-Projekte entgegen.

 

Es wird still und einsam um uns herum, wir Menschen vernichten unsere eigenen Lebensgrundlagen: Die Insektenbestände brechen um über 80 Prozent ein, Tausende Quadratkilometer Ackerrandstreifen und andere Lebensräume wurden in den letzten Jahren vernichtet, Meerestiere sind plastikverseucht – die Vielfalt des Lebens ist massiv bedroht. Claus-Peter Hutter, Präsident von NatureLife-International und Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz des Landes Baden-Württemberg zeigt die Gründe für das Artensterben auf, nennt Verursacher und Verantwortliche. Und er macht mehr als deutlich, was endlich getan werden muss.
Sein besonderes Anliegen gilt auch den Weinbauterrassen entlang des Neckars und dessen Nebenflüssen, für die er sich seit vielen Jahren einsetzt. In seinem Beitrag wird er daher auch auf unsere Region mit dem prägenden Neckartal eingehen, dem er u.a. mit verschiedenen Modellprojekten eng verbunden ist.

 

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Claus-Peter Hutter, 1955 in Marbach am Neckar geboren, Präsident der Umweltstiftung NatureLife-International, Mitbegründer der Stiftung EuroNatur und langjähriger Leiter der Umweltakademie Baden-Württemberg sowie Initiator der Aktion lebendiger Weinberg wurde 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Mit seinen Büchern und einfallsreichen Aktionen ist es ihm gelungen, Menschen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen für den Natur- und Umweltschutz zu gewinnen. Dafür erhielt er von der Universität Hohenheim die Ehrensenatorwürde und von der Visayas State University die Ehrendoktorwürde.
Mitte der 70-er Jahre gründete Hutter eine der ersten Umweltbürgerinitiativen um erfolgreich die Zerstörung des letzten naturnahen Neckarabschnittes zwischen Freiberg und Pleidelsheim – heute als FFH Gebiet geschützt – zu verhindern. Anfang der 80er-Jahre entwickelte er erfolgreiche, bundesweite Kampagnen mit denen letztlich tausende von Biotopen gerettet, renaturiert oder neu angelegt werden konnten.
Mehrere Publikationen unter der Mitautorenschaft von Claus-Peter Hutter gelten dem Gleichklang von Natur und Kultur im Weinberg. Seine neuesten Bücher „Die Erde rechnet ab“ und „Das Verstummen der Natur“ befassen sich mit dem Klimawandel und dem Artensterben.
Seit Ende der 90er-Jahre gilt ein Schwerpunkt seiner Arbeit Projekten die Klimaschutz, Armutsbekämpfung und Katastrophenprävention zusammenbringen. Hierzu half er ein Netzwerk von Modell- und Transferprojekten in Südostasien aufzubauen. Neben Initiativen zur Erhaltung uralter Kulturlandschaften in Südeuropa engagiert sich Hutter auch für die Bewahrung letzter Wildnisgebiete und die Integration der heimischen Bevölkerung im südlichen Afrika.