Aus dem Gemeinderat

Neue Medientechnik für die Schule auf dem Laiern

Erfasst von: Grieb, Petra (07.01.2020)

Im Zuge der Sanierung und Erweiterung soll die Schule auf dem Laiern auch medientechnisch besser ausgestattet werden. Im Mai hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit der Schule einen Medienentwicklungsplan aufzustellen. Einen solchen Medienentwicklungsplan braucht die Gemeinde, um Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule zu beantragen. Der DigitalPakt Schule wurde Anfang dieses Jahres nach der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat auf den Weg gebracht. Das Projekt ist auf eine Dauer von fünf Jahren angelegt. Dafür gibt es insgesamt 5,5 Milliarden Euro vom Bund und den Ländern.

 

Jedem Schulträger steht ein bestimmtes DigitalPakt-Budget zur Verfügung, das sich nach der Anzahl der jeweiligen Schülerinnen und Schüler richtet. Für die Kirchheimer Schule kann die Gemeinde nun einen Betrag von 144.800 Euro abrufen, um die Medienausstattung in den Schulräumen der Bildungsstätte weiter zu entwickeln. Weil das Land der Gemeinde zusätzlich dazu bereits rund 25.500 Euro für die Erarbeitung und Umsetzung eines Medienentwicklungsplans überwiesen hat, stehen für dieses Vorhaben jetzt insgesamt rund 170.000 Euro bereit.

 

Mittlerweile liegt nun ein Medienentwicklungsplan für die Schule auf dem Laiern vor. Das Online-Tool MEP BW, das vom Landesmedienzentrum im Auftrag des Kultusministeriums entwickelt wurde, hat die Schule bei der Erarbeitung dieses Entwicklungsplans unterstützt. Und es garantierte gleichzeitig, dass der Medienentwicklungsplan die Kriterien des Kultusministeriums erfüllt. In der letzten Gemeinderatssitzung stellten der stellvertretende Schulleiter Michael Borst und Fachlehrer Andreas Mayer den Medienentwicklungsplan im Gemeinderat vor. Demnach hat die Schule bereits eine Kollegiumsbefragung durchgeführt und aufgelistet, mit welchen Medien die Schule derzeit ausgestattet ist. Über diese Bestandsaufnahme hinaus wurden Ziele und konkrete Maßnahmen in den vier vorgegebenen Bereichen Unterrichtsentwicklung, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung und technische Entwicklung formuliert.

 

Im Gemeinderat legte Mayer anhand einer Präsentation dar, was die Schule im einzelnen vorhat, um die Medientechnik auf Vordermann zu bringen: Bei der Wahl des künftigen Tafelsystems dachten die Planer an Zweierlei: „Wir möchten sowohl Bestehendes erhalten – also nach wie vor analoge Tafeln vorsehen, die mit normaler Kreide beschrieben werden können – als auch mit Whiteboards einen Schritt in die Digitalisierung machen“, erläuterte Mayer.   

 

Gegenwärtig ist die Schule dabei, die technische Zielausstattung mit der Gemeinde als dem Schulträger zu koordinieren. Die Schule hat sich auch schon darüber Gedanken gemacht, mit welcher Hardware die Räume ausgestattet werden sollen. Und so sehen die Vorschläge im Medienentwicklungsplan konkret aus: In jedem Klassen- und Fachraum soll später jeweils ein Whiteboard mit Beamer, Endgerät, Soundanlage, Dokumentenkamera, Miracastempfänger und Apple TV vorhanden sein. Außerdem soll es in jedem Klassenraum zwei PC-Arbeitsplätze für Schülerinnen und Schüler geben. Kurs- und Inklusionsräume sollen jeweils mit digitalen Whiteboards samt Endgerät bestückt werden. Am Ende sollen sämtliche Unterrichtsräume der Schule über Netzwerkanschlüsse verfügen. Weitere Access Points sollen dafür sorgen, dass es bald ein flächendeckendes W-LAN-Netz an der Schule gibt – auch im späteren Erweiterungsbau.

 

Nach Schätzungen des Kreismedienzentrums in Göppingen betragen die Kosten für die medientechnischen Komponenten in jedem der Klassen- und Fachräume jeweils 8.000 Euro. Für die technische Ausrüstung der Kurs- und Inklusionsräume fallen demnach Kosten von 6.000 Euro pro Raum an. Bei insgesamt 27 Klassenräumen, 6 Fachräumen sowie 11 Kurs- und Inklusionsräumen belaufen sich die Kosten für die Erneuerung der Medientechnik demnach auf rund 330.000 Euro. Vom Bund und vom Land bekommt die Gemeinde Kirchheim dafür – wie bereits erwähnt – eine finanzielle Förderung in Höhe von rund 170.000 Euro.

 

Der Gemeinderat stimmte in seiner letzten Sitzung des vergangenen Jahres dem Medienentwicklungsplan und den darin festgehaltenen medientechnischen Vorschlägen zu. Die Verwaltung erhielt vom Gremium überdies den Auftrag, sich Angebote von Fachplanern für Medientechnik einzuholen, die die Gemeinde künftig bei der Umsetzung des Projekts unterstützen sollen. Laut Borst und Mayer soll die Umsetzung des Medienentwicklungsplans an der Schule Anfang 2020 beginnen und zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen.