ARCHIV: Aus dem Gemeinderat

Neue Festsetzungen für Sportpark Fronberg

Erfasst von: Grieb, Petra (27.01.2020)

Die Gemeinde will sich mit der Verlegung der Tennisanlage vom jetzigen Standort am Rande des Wohngebiets Laiern an die Hohensteiner Straße gleich zwei Vorteile zu Nutze machen: Am alten Standort soll ein neues Wohngebiet ausgewiesen und am Ortseingang aus Richtung Hohenstein kommend, die dortigen Sportaktivitäten gebündelt werden. Dazu hatte der Gemeinderat vor Jahren den Bebauungsplan „Sportpark Fronberg“ auf den Weg gebracht, der jetzt die erste Änderung erfahren soll. Die Planänderung steht im Zusammenhang mit den Ausgleichsmaßnahmen im Zuge der Entstehung des neuen Sportparks Fronberg. Sie können nicht so realisiert werden wie anfangs geplant. Außerdem soll das neue Tennisheim nicht, wie eigentlich vorgesehen, direkt neben dem Kunstrasenplatz stehen, sondern näher an die neuen Tennisplätze rücken.

 

Am Donnerstag, 23.1.2020 fasste der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Sportpark Fronberg – 1. Änderung“, der im beschleunigten Verfahren umgesetzt werden soll. Das Gremium stimmte gleichzeitig der Beteiligung öffentlicher Träger am Bebauungsplanverfahren zu. Welche Änderungen nun in Bezug auf die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen geplant sind, erläuterte in der vergangenen Woche Uwe Müller vom Planungsbüro KMB aus Ludwigsburg im Gemeinderat. Demnach sollen neben der bereits realisierten Aufstellung von Brutröhren für die geschützten Steinkäuze unbedingt die vorhandenen 43 Obstbäume auf dem künftigen Sportparkgelände erhalten bleiben. Auf die Anlegung eines Blühstreifens in der Umgebung des Römerhofs will man dagegen verzichten.

 

Auch die ursprüngliche Absicht, den alten Sportplatz am Neckar zurückzubauen und neu zu bepflanzen, hat die Gemeinde aufgegeben. Dagegen hatte sich in der Bürgerschaft Widerstand geregt, weil viele Kirchheimerinnen und Kirchheimer diesen Sportplatz auch weiterhin nutzen wollen. Stattdessen möchte die Gemeinde jetzt außerhalb vom Ort am Kaywald eine rund zwei Hektar große Laubwaldfläche aufforsten. Dafür sollen Ackerflächen entsprechend umgewandelt werden. Als Ausgleich wird derzeit aber nur ein kleiner Teil dieser Fläche benötigt, die weitere Aufforstung wird dem Ökokonto gut geschrieben. Mit den betroffenen Landwirten hat die Verwaltung dazu bereits konstruktive Gespräche geführt. In Absprache mit und auf Empfehlung von Revierförster Burkhard Böer sollen auf dem neuen Waldstück hauptsächlich Eichen gepflanzt werden.

 

Ins Bauprojekt „Sportpark Fronberg“ fließen Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt rund eine Millionen Euro. Das Projekt soll sich durch den Verkauf von Grundstücken refinanzieren. Wie Müller im Rat erklärte, wurden die umfangreichen Festsetzungen zur Bepflanzung aus dem früheren Bebauungsplan übernommen. Im Plangebiet sollen fünf neue Tennisplätze entstehen. Es ist dort laut Müller lediglich ein Gebäude – das Tennisheim – zulässig, dass nur vom Tennisclub, also nicht öffentlich und im Dauerbetrieb, gastronomisch genutzt werden darf. Und es dürfen schließlich weder die dortige Geländeform, noch die vorhandene Trockenmauer verändert werden.