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Vinothek Jungweinprobe für Vinothekare

Erfasst von: Tiedke, Hannelore (09.03.2020)

Foto: Hans-Joachim Jaeger

Vinothekare probieren den neuen Jahrgang

 

Auf Einladung der Weingärtner Stromberg-Zabergäu trafen sich am vergangenen Samstag die Vinothekare der „Freunde der Vinothek“ Bönnigheim im Strombergkeller zur alljährlichen Jungweinprobe, die für die Aktiven als Fortbildungsmaßnahme angeboten wird.

Thomas Eberbach, Leiter Oenologie und Technik der Weingärtner Stromberg - Zabergäu und der neue Bönnigheimer Kellermeister Michael Schiefer präsentierten den interessierten Gästen eine große Auswahl an Weinen des Jahrgangs 2019.

Eberbach erläuterte zunächst den Verlauf des Weinjahres, das sehr wechselhaft verlaufen sei. Sowohl trockene als auch regnerische Phasen machten bei einigen Sorten eine ungewöhnlich frühe Lese erforderlich, um unabhängig vom Mostgewicht, qualitativ gesundes Lesegut in den Keller zu bekommen. Weitere Maßnahmen wie z.B. Laubarbeiten, Ertragsreduzierung und die Ernte in Boxen, seien ebenfalls Faktoren, die wesentlich zur Qualitätsverbesserung beitragen würden.„Das Ergebnis des Weinjahres war insgesamt zufriedenstellend“, so das Fazit von Thomas Eberbach.

Mit einigen Hinweisen zum Ausbau leitete dann der Bönnigheimer Kellermeister Michael Schiefer zur Verkostung der Jungweine von 2019 über, die er souverän und professionell präsentierte. Wichtige Kriterien seien unter anderem, passend zum entsprechenden Weinstil, sowohl das schonende Pressen und die die Auswahl der Hefen, als auch die Maischestandzeit und die Kühlung zur Unterbrechung des Gärungsprozesses. Entscheidend für Geschmack und Qualität sei auch der biologische Säureabbau.

Bei der Verkostung präsentierten sich dann Weine von angenehmer Fülle und Säure, mit zartem Schmelz und angenehmer Cremigkeit. Die ersten Weißweine sind bereits zum Verkauf abgefüllt und überzeugen mit ihrer Reife und frischen Säure, teilweise sind sie auch mit einem dezenten Holzton versehen.

Die meisten Weine, allen voran die Rotweine, waren aber Tankproben, die noch in den Edelstahltanks oder Holzfässern heranreifen und teilweise unfiltriert verkostet wurden. Sie zeigten durchgängig ein großes Potential.

In seinen Dankesworten an die Vertreter der Kellerei brachte der Vorsitzende der „Freunde der Vinothek“ Manfred Schmälzle die einhellige Meinung der Vinothekare zum Ausdruck: „Der neue Jahrgang verspricht für jeden Weinliebhaber strukturbetonte, ausdrucksstarke und aromatische Weine, die viel Trinkfreude versprechen.“

Text: ms/ti