Aus dem Gemeinderat

Ausschuss genehmigt Neubau für Pflege-WG

Erfasst von: Grieb, Petra (23.03.2020)

Der Verwaltungs- und Bauausschuss hat am Donnerstag der vergangenen Woche sein Einvernehmen zum Bauprojekt in der Schillerstraße erteilt. Dort soll auf der Baufläche gegenüber der Kirchheimer Filiale der VR Bank Neckar Enz ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen, zwei Arztpraxen und einer Pflege-WG für bis zu zwölf pflegebedürftige Menschen aus dem Ort entstehen. In der Tiefgarage unter dem geplanten Gebäude sollen später insgesamt 14 Stellplätze zur Verfügung stehen. Die Tiefgarage soll für Autofahrer über die Walheimer Straße erreichbar sein. Weitere zehn Parkplätze sollen entlang der Schillerstraße ausgewiesen werden. Der Neubau selbst soll aus einem Hauptgebäude mit Anbau bestehen.

 

Das Bauvorhaben liegt im Sanierungsgebiet „Ortskern III“, aber nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans. Daher wird es nach § 34 des Baugesetzbuchs beurteilt. Für die Beurteilung, ob sich das Bauvorhaben in die Umgebungsbebauung einfügt, sind nicht die Dachform, die Dachneigung und die Zahl der Geschosse relevant, sondern vor allem die Baumasse und die Gebäudehöhen. Die Pläne hat die Gemeinde bereits mit der Baurechtsbehörde abgestimmt. Sie gelten als genehmigungsfähig. Nach der Umplanung werden die Abstandsflächen nun im Wesentlichen eingehalten. Geprüft wird derzeit lediglich noch der südliche Grenzbau zum Grundstück in der Walheimer Straße 4.

 

Das bestehende Wegerecht der im hinteren Bereich liegenden Gebäude an der Walheimer Straße 8 und 8/1 wird nicht nur erhalten bleiben, sondern sogar bis zur Schillerstraße verlängert. Dadurch wird ein Durchgang von der Walheimer Straße zur Schillerstraße hergestellt. Im Hinblick auf die Gestaltung wurden die Pläne für das Gebäude mit dem Stadtplaner Ruprecht Neulinger vom Büro Zoll-Architekten aus Stuttgart abgestimmt. Für die Pflege-WG stehen im Etat 2020 1,2 Millionen Euro bereit. 2021 sollen dann noch einmal 425.000 Euro dazu kommen. Den gesamten Ausgabebetrag von 1.625.000 Euro will sich die Gemeinde durch Einnahmen unter anderem aus Zuschüssen und Stiftungsmitteln zurückholen.

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