ARCHIV: Aus dem Gemeinderat

Übergangsgebühr für Kinderbetreuung geplant

Erfasst von: Grieb, Petra (18.05.2020)

Die Entscheidung der Landesregierung vom 6. Mai, ab Montag dieser Woche die Kinderbetreuung in den Kindertagesstätten nach und nach wieder auf 50 Prozent hochzufahren, um so einen „reduzierten Regelbetrieb“ zu ermöglichen, sorgt in vielen Kommunen für enormen Frust. Die Städte und Gemeinden warten immer noch auf konkrete Aussagen des Landes dazu, wie denn die schrittweise Öffnung der Kitas umgesetzt werden soll. Stattdessen lässt man sie erstmal noch im Regen stehen.

 

Auch in Kirchheim sei die Unsicherheit groß, machte Bürgermeister Uwe Seibold am Donnerstag letzter Woche im Gemeinderat deutlich. Völlig unklar sei beispielsweise bislang noch, nach welchen Kriterien die Auswahl der Kinder vorgenommen werden soll, wenn nur 50 Prozent der Betreuungsplätze zur Verfügung stünden, meinte Seibold. Und auch, wie viele Erzieherinnen präsent sein dürften, wisse man noch nicht. Darüber müssten sich die Leitungen der beiden örtlichen Kinderhäuser zusammen mit der Gemeindeverwaltung noch Gedanken machen. Es gäbe dazu aber immer noch keine Richtlinien vom Land, so Seibold.

 

Klar ist, solange es den „reduzierten Regelbetrieb“ gibt, will die Gemeinde den Eltern nicht den vollen Gebührensatz für die Kinderbetreuung in Rechnung stellen. Geplant ist nun eine Übergangsgebühr, die indes erst noch ausgehandelt werden muss, sobald die vom Land versprochenen Richtlinien vorliegen. Da die Entscheidung über die Gebührenhöhe noch in diesem Monat fallen muss, holte sich die Verwaltung letzte Woche per Beschluss schon jetzt das Einverständnis des Gemeinderats, die Höhe der Übergangsgebühr im Umlaufverfahren beschließen zu können. Genaueres dazu wird danach im Nachrichtenblatt der Gemeinde mitgeteilt.