ARCHIV: Aus dem Gemeinderat

Bauarbeiten für Schulanbau sollen im Oktober beginnen

Erfasst von: Müller, Elke (07.09.2020)

Anfang Juni hat die Sanierung des bestehenden Schulgebäudes begonnen – Teil eins des insgesamt rund 13 Millionen Euro schweren Schulprojekts. Weil die Fördergelder in Höhe von immerhin rund 4,8 Millionen Euro noch im Jahr 2019 bewilligt wurden, kann nun der weit bedeutendere zweite Teilschritt – die Schulerweiterung durch einen Anbau – zeitlich etwas vorgezogen werden. Anfang bis Mitte Oktober solle die Baugenehmigung für den Schulanbau vorliegen, teilte Bürgermeister Uwe Seibold nun am Donnerstag der vergangenen Woche im Gemeinderat mit. Damit es mit dem Schulanbau möglichst bald losgehen kann, hatte die Verwaltung die außerordentliche Gemeinderatssitzung in den Sommerferien schon frühzeitig anberaumt und bekannt gegeben.

 

Letzte Woche hatte der Gemeinderat über die Vergabe der ersten Bauaufträge für den Erweiterungsbau zu entscheiden. Das Gremium beauftragte die Firma Karl Köhler aus Besigheim zum Brutto-Angebotspreis von rund 2,08 Millionen Euro mit den Erd- und Rohbauarbeiten. „Damit liegen wir sechs Prozent über der Kostenberechnung“, erklärte Arne Fentzloff vom zuständigen Büro Architektur 109 aus Stuttgart dazu im Rat. Der höhere Preis sei durch die vermutlich aufwändigeren Erd- und Entwässerungsarbeiten zustande gekommen. Dafür sei wiederum der felsige Untergrund die Hauptursache, meinte Fentzloff. Bei der Vergabe der Erdungsanlage und den Blitzschutz bekam die Firma Steinshorn aus Niefern-Öschelbronn den Zuschlag, die dafür im Gegenzug eine Summe von rund 27.600 Euro brutto überwiesen bekommt. Die Kosten liegen derzeit stark 2.000 € über dem geschätzten Betrag.

 

Jetzt sollen die Bauarbeiten für den Schulanbau möglichst noch im Oktober beginnen. Darauf hatte die Gemeinde indes bereits in den Verhandlungen mit den Zuschussbehörden gesetzt und energisch hingearbeitet. Denn die permanent steigenden Kinderzahlen im Ort und die Weiterentwicklung der Kirchheimer Bildungsstätte zu einer Gemeinschaftsschule haben in der Schule eine enorme Platznot verursacht. Für teures Geld wurden bereits vor Jahren immer mehr Container als zusätzliche Klassenzimmer angemietet. Dabei war jedoch von vornherein klar gewesen: Um einen Schulanbau kommt die Gemeinde letztlich nicht herum. Die Erweiterung und die Sanierung der Schule sollen nun zeitlich weitgehend parallel zueinander verlaufen und jeweils im Dezember 2022 abgeschlossen sein.