ARCHIV: Aus dem Gemeinderat

Gebäudehöhen im Bebauungsplan "Tennisplätze" geändert

Erfasst von: Müller, Elke (07.09.2020)

Wenn der Kirchheimer Tennisclub in sein neues Domizil im Sportpark Fronberg mit fünf neuen Tennisplätzen und einem Vereinsheim umsiedelt, soll aus dem jetzigen Tennisplatzareal entlang der Laiernstraße ein weiteres Wohngebiet werden. Dadurch kann die Gemeinde dann später neuen Wohnraum zur Verfügung stellen. Dafür gibt es eine steigende Nachfrage. Die künftige Wohnbaufläche umfasst rund 0,59 Hektar und gehört zum Geltungsbereich des Bebauungsplans „Lüssen-Bachrain-Laiern – 3. Änderung“. Um die Erschließung des künftigen Wohngebiets formell und baurechtlich auf den Weg zu bringen, hatte der Gemeinderat im April den Aufstellungsbeschluss zum neuen Bebauungsplan „Tennisplätze“ gefasst. Das Areal, auf dem sich zurzeit noch die Tennisanlage befindet, ist somit dem Innenbereich des bereits bestehenden Bebauungsplangebiets „Lüssen-Bachrain-Laiern – 3. Änderung“ zugeordnet.

 

Im April hatte der Gemeinderat auch die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans „Tennisplätze“ beschlossen. Von Anfang Juni bis Anfang Juli konnten Behörden und öffentliche Träger ihre Anregungen zum Vorhaben der Gemeinde formulieren. Am Donnerstag der vergangenen Woche berichtete Uwe Müller vom Ludwigsburger Planungsbüro KMB im Gemeinderat über die eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan. Demnach hat es aus der Öffentlichkeit keine Vorschläge gegeben. Rückmeldungen kamen indes von einigen Behörden: Laut Müller hat beispielsweise das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) darauf hingewiesen, dass im betreffenden Plangebiet die Mindestwohndichte von 60 Einwohnern pro Hektar nicht erfüllt sei. Dafür könne die Gemeinde in anderen Gebieten die Mindestwohndichte nachweisen, machte Müller indes im Rat deutlich.

 

Der Verband Region Stuttgart (VRS) forderte im Hinblick auf die Kontingentierung von Wohngebietsflächen einen Vermerk im Bebauungsplan, dass das künftige Wohnbaugebiet „Tennisplätze“ im Flächennutzungsplan als solches ausgewiesen wird. Müller erklärte dazu, die betreffende Fläche müsse bei der Kontingentierung nicht berücksichtigt werden. Alles in allem sei eine Änderung des Bebauungsplans aus diesen Gründen nicht erforderlich.

 

Dennoch muss der Bebauungsplan erneut öffentlich ausgelegt werden, weil die Planer nach Angaben von Müller nach Anregungen aus der Nachbarschaft bezüglich der im Plan zulässigen Gebäudehöhen niedrigere Höhen festgesetzt haben. Im künftigen Wohnbaugebiet „Tennisplätze“ sollen überwiegend zweigeschossige Gebäude mit Flachdächern oder flachgeneigten Dächern erlaubt sein. Die Anwohner aus der Nachbarschaft hatten sich eine maximale Gebäudehöhe von 6.50 Meter gewünscht, die Planer wollten dagegen eine Höhe von 8 Meter festlegen. Nun gilt auf der Nordseite des Plangebiets eine maximale Höhe von 7,20 Meter, auf der Südseite eine maximale Höhe von 7 Meter. Zwei Wochen lang können zu den geringfügigen Ergänzungen nochmals Anregungen vorgebracht werden.