ARCHIV: Aus dem Gemeinderat

Gemeinde beantragt mehr Fußgängerüberwege im Ort

Erfasst von: Grieb, Petra (28.09.2020)

2019 ist die Gemeinde Kirchheim zwar beim Aktionsprogramm „1.000 Zebrastreifen für Baden Württemberg – sicherere Straßenquerungen“ durchgefallen. Trotzdem hat die Verwaltung das Thema in diesem Jahr auf dem Schirm behalten und zusammen mit Verkehrsplaner Stefan Wammetsberger vom Büro Koehler und Leutwein aus Karlsruhe ein Konzept zur Realisierung weiterer Fußgängerüberwege im Ort ausgearbeitet. Am Donnerstag, 24.9.2020 erläuterte Wammetsberger im Gemeinderat, wo genau zusätzliche Zebrastreifen auf den Fahrbahnbelag aufgetragen werden sollen. Demnach möchte die Gemeinde beim Landratsamt Ludwigsburg jeweils einen Fußgängerüberweg in der Hohensteiner Straße 12, am Anfang der Friedrichstraße und an der Schillerstraße auf dem Schillerplatz beantragen.

 

Weitere Zebrastreifen-Übergänge soll es nach dem Willen der Gemeinde möglichst zeitnah auch im Bereich der Schule auf dem Laiern, in der Strombergstraße und am Kreuzungspunkt Friedrichstraße/Laiernstraße sowie an der Einmündung des Fichtenwegs in die Heuchelbergstraße geben. Fußgängerfurten plant die Gemeinde überdies an der Bertha-Benz-Straße beim Lidlmarkt und in der Schillerstraße – jeweils einen Übergang auf Höhe der Uhlandstraße und der Walheimer Straße.

Von einigen Ratsmitgliedern wurden im Anschluss an Wammetsbergers Vortrag weitere Standort-Vorschläge für Fußgängerüberwege gemacht. Immanuel Schmutz wünschte sich einen Zebrastreifen-Übergang in der Schillerstraße, auf Höhe der künftigen Pflege-WG. Und Stephan Hennig forderte einen Überweg über die Bundesstraße B 27, an der Einmündung der Kaiserstraße in die B 27, nahe beim Friedhof.

 

Wammetsberger wies Hennig darauf hin, dass sein Vorschlag für einen Überweg über die B 27 an der Kaiserstraße immer wieder diskutiert worden sei. Das Landratsamt tue sich jedoch wegen des dortigen Gefälles am nördlichen Ortseingang schwer, einen Zebrastreifen an dieser Stelle zu genehmigen. Dort könne aus Platzgründen angeblich auch keine Ampel platziert werden, meinte der Verkehrsplaner. Wammetsberger machte den Ratsmitgliedern zudem klar, dass es für die Genehmigung eines Fußgängerüberwegs durch die Behörden manchmal hohe Hürden gäbe. Jetzt will die Gemeinde ihre Vorschläge bei der Kreisbehörde erstmal en bloc einreichen und hofft dann darauf, dass auch möglichst viele Fußgängerüberwege genehmigt werden. Dies könne jedoch zwei bis drei Jahre dauern, meinte Bürgermeister Uwe Seibold letzte Woche im Gemeinderat.