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ARCHIV: Zabergäuverein

Einführung in die Ära Hölderlin in Lauffen und das Leben des Dichters

Erfasst von: El-Kothany, Helga (10.10.2020)

Beim Stammtisch des Zabergäuvereins erfuhren die Gäste von Eva Ehrenfeld, Geschäftsführerin der Hölderlingesellschaft Tübingen und Leiterin des Hölderlinhauses Lauffen, in einem ausführlichen Vortrag mit vielen Bildern Interessantes über die Familie Friedrich Hölderlins und ihn selbst.
Viel ist über den Dichter geschrieben worden und wird immer noch geschrieben. Sein Verhältnis zur Mutter, die ihn in einer Art psychischer Abhängigkeit hält und sich eine andere Lebensgestaltung ihres Sohnes erhofft, Pfarrer statt Dichter, regt zu Spekulationen und Interpretationen an.
Ein von Heinz-Dieter Schunk gestiftetes Porträt im Hölderlinhaus Lauffen zeigt einen schönen jungen Mann. Es sei eher eine Interpretation, die ausdrücke: „Ich will etwas bewirken.“ Hölderlin habe die Welt durch sein Werk besser machen wollen. Wie er aussah, weiß man nicht. Laut seiner Familie keineswegs so wie auf dem bekannten Porträt.
Das Museum lässt den Dichter sprechen und zeigt Facetten seiner Persönlichkeit in seinen Briefen, Gedichten, Texten.
Zuhörer Hermann Sommer hat sich seine eigenen gereimten Gedanken passend zum Jubiläumsjahr gemacht. Eine Strophe lautet: „Doch nun hat ihn die Welt entdeckt, //und alles wird nun aufgedeckt, // was er so lebenslang getrieben, // gedacht, getan und aufgeschrieben.“