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ARCHIV: Aus dem Verwaltungsausschuss

Der Verwaltungsausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung am 8. Oktober 2020 mit folgenden Themen befasst:

Erfasst von: Goldmann, Martina (13.10.2020)

Bönnigheims touristisches Angebot soll erweitert werden. Bürgermeister Albrecht Dautel präsentierte dem Gremium die 3B-Lauschtour durch Bönnigheim. Die digitalen Audioführungen durch die 3B-Altstädte Bönnigheim, Besigheim und Bietigheim-Bissingen seien journalistisch recherchierte Mini-Reportagen, die den Interessierten auf einen Rundgang mitnehmen. Spannend aufbereitete Hintergrundinformationen zu den Sehenswürdigkeiten sind mit Originaltönen versehen. Die Lauschpunkte seien in den Innenstädten verteilt und so platziert, dass die Touristen von einem Punkt zum nächsten geleitet würden. Ebenso machten die Geschichten und Erzählungen neugierig auf die Lauschtouren der anderen beiden 3B-Kommunen. Ziel sei der Aufbau eines Netzes an Lauschpunkten im 3B-Land zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Das Projekt werde zu 50 Prozent von der Region Stuttgart gefördert. 48.000 Euro hätten die 3B-Kommunen gemeinsam dafür aufzubringen. Das Gremium nahm dies zustimmend zur Kenntnis.

 

1845 Ordnungswidrigkeiten in der Stadt hatte der Gemeindevollzugsdienst 2019 verzeichnet, davon entfielen 1832 auf Teilnehmer am Straßenverkehr. 139 Fälle davon wurden ans Landratsamt weitergeleitet, nachdem die Betroffenen das Verwarnungsgeld nicht bezahlt hatten. Diese Bilanz zog Fachgebietsleiter Ordnung  Torben Pellkofer in seinem Bericht des städtischen Vollzugsdienstes für das Jahr 2019. Parkverstöße ahnde der Gemeindevollzugsdienst derzeit mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro. Auch fürs Halten oder Parken auf dem Gehweg stelle er Verwarnungsgeld aus, denn die Falschparker gefährdeten Fußgänger jeden Alters, wenn sie gezwungen seien auf die Straße auszuweichen. 2021 sei geplant, die Kooperation mit der Gemeinde Kirchheim auszuweiten, um an Brennpunkten künftig Streifen gemeinsam durchzuführen.

 

Die Stadt will drohender Obdachlosigkeit bereits im frühen Stadium entgegenwirken. Deshalb stimmte das Gremium einstimmig für die Beteiligung Bönnigheims an der „Fachstelle Wohnungssicherung der Wohnungslosenhilfe im Landkreis Ludwigsburg gGmbH“ (FAWOS). Zentrale Säule des Angebots, so erläuterte Sozialpädagoge Patric Krahl von der FAWOS, sei die enge Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen und deren Ordnungsämtern mit dem Jobcenter und Sozialamt. Sie leiteten Maßnahmen in die Wege, um Menschen zu helfen, die von Kündigung und Räumungsklage betroffen seien. Ziel sei es, mit dem Vermieter eine einvernehmliche Lösung für den Erhalt des Mietverhältnisses zu finden, bevor das Gericht ein Räumungsurteil gesprochen habe. Könne das bestehende Wohnverhältnis nicht erhalten werden, biete die FAWOS den Betroffenen Hilfe bei der Wohnungssuche an. Außerdem verweis sie bei Bedarf auch an die Schuldner- und Rechtsberatung.

Bislang beteiligen sich im Landkreis Ludwigsburg 23 Kommunen an der FAWOS. Die Stadt Bönnigheim steigt mit einem Stellenanteil von fünf Prozent ein, was jährlichen Kosten von 4.000 Euro entspricht. Vom 1. Januar 2021 an bieten die Fachkräfte der FAWOS Beratungstermine nach vorheriger Vereinbarung im Rathaus Bönnigheim an.