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Amtliche Bekanntmachungen (Bönnigheim)

Erneute öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs "Seewiesen" mit Satzung über örtliche Bauvorschriften

Erfasst von: Ruchay, Bettina (08.02.2021)

 

Der Gemeinderat der Stadt Bönnigheim hat am 29.01.2021 in öffentlicher Sitzung den Entwurf des Bebauungsplanes „Seewiesen“ gebilligt und beschlossen, diesen nach § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) mit einer Satzung über örtliche Bauvorschriften gemäß § 74 Landesbauordnung (LBO) öffentlich auszulegen. Maßgebend sind der Entwurf des Bebauungsplans mit Satzung über örtliche Bauvorschriften und die Begründung, jeweils vom 30.07.2020/11.01.2021, sowie dem Umweltbericht des Büros KMB, Ludwigsburg, vom 05.03.2020/11.01.2021. Der Geltungsbereich geht aus dem beigefügten Übersichtsplan des Büros KMB hervor.

 

Der Entwurf des Bebauungsplanes wird mit Begründung, Umweltbericht und Grünordnungsplan, Gutachten Schalltechnische Untersuchung und Gutachten Geruchsimmissionen (Staub)

vom 19. Februar bis einschließlich 22. März 2021 beim Bürgermeisteramt Bönnigheim, im Nebengebäude Kirchheimer Straße 5, Fachbereich Bauen und Planen, 1. OG, Eingang Nordseite, öffentlich ausgelegt. Die Sprechzeiten sind montags bis freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr, dienstags zusätzlich von 14.00 bis 18.00 Uhr.

Aufgrund der aktuellen Lage im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird empfohlen, einen Termin zu vereinbaren. Die Terminvereinbarung ist im Sekretariat des Fachbereichs Bauen und Planen, Tel.: 273-441, möglich.

 

Die Unterlagen können zudem auf der Homepage der Stadt Bönnigheim unter www.boennigheim.de (Aktuelles – Aktuelle Bauleitplanung) abgerufen werden.

 

Es sind folgende Arten von umweltbezogenen Informationen verfügbar:

1. Artenschutzrechtliche Prüfung

2. Umweltbericht inkl. Umweltprüfung mit integriertem Grünordnungsplan und Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung

3. Gutachten Schalltechnische Untersuchung

4. Gutachten Geruchsimmissionen (Staub)

 

Beurteilung der Umweltbelange:

Die Beurteilung der Planung in Bezug auf Eingriffe in Natur und Landschaft erfolgte im Umweltbericht mit integriertem Grünordnungsplan und Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung, bearbeitet vom Planungsbüro KMB, Ludwigsburg, als gesonderter Teil der Begründung gem. § 2a BauGB.

 

Folgende Ergebnisse liegen vor:

 

  • Schutzgut Boden:

Es kommt zu Versiegelungen im Plangebiet. Jedoch entstehen aufgrund von zusätzlichen Entsiegelungen keine erheblichen und nachhaltigen Beeinträchtigungen.

  • Schutzgut Grundwasser / Oberflächenwasser:

Aufgrund von Minimierungsmaßnahmen wie wasserdurchlässige Beläge für PKW-Stellplätze, extensive Dachbegrünung sowie der Entwässerung des unbelasteten Niederschlagswassers entstehen keine erheblichen Beeinträchtigungen.

  • Schutzgut Klima / Luft:

Für das lokale Kleinklima und die Lufthygiene werden Maßnahmen zur inneren Durchgrünung sowie zur äußeren Eingrünung festgesetzt. Dadurch entstehen keine erheblichen Beeinträchtigungen.

  • Schutzgut Tiere und Pflanzen / Biotope:

Um Artenschutzrechtliche Verbotstatbestände nach § 44 BNatSchG (Bundesnaturschutzgesetz) zu vermeiden sind Gehölzrodungen zwischen dem 01.03. und 30.09 verboten.

Aufgrund der Maßnahmen zur inneren Durchgrünung sowie zur äußeren Eingrünung entstehen in Bezug auf Pflanzen / Biotope keine erheblichen Beeinträchtigungen.

  • Landschaftsbild / Ortsbild:

Da das Plangebiet keine hohe Bedeutung für das Landschaftsbild besitzt, sowie aufgrund der Festsetzungen von Pflanzgeboten zur inneren Durchgrünung und äußeren Eingrünung entstehen keine erheblichen Beeinträchtigungen.

  • Schutzgut Mensch:

Aufgrund der bereits bestehenden gewerblichen Nutzung im Plangebiet kommt es zu keinen weiteren nachteiligen Beeinträchtigungen.

  • Kultur- und Sachgüter:

Kultur- und Sachgüter sind keine gefährdet.

  • Anderweitige Planungsmöglichkeiten

Da es sich überwiegend um einen bereits vorhandenen gewerblichen Betrieb handelt und der Bebauungsplan die Möglichkeit einer geordneten gewerblichen Nutzung schaffen soll, bestehen keine alternativen Planungsmöglichkeiten.

 

Unter Berücksichtigung der Maßnahmen zur Vermeidung und Minimierung ist zusammenfassend festzustellen, dass keine erheblichen Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu erwarten sind.

 

Während der Auslegungsfrist können von der Öffentlichkeit (hierzu zählen auch Kinder und Jugendliche) Stellungnahmen beim Bürgermeisteramt Bönnigheim, Kirchheimer Str. 1, 74357 Bönnigheim, schriftlich oder mündlich zur Niederschrift vorgebracht bzw. abgegeben werden. Über die Stellungnahmen entscheidet der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können und dass ein Antrag nach § 47 Verwaltungsgerichtsordnung unzulässig ist, wenn mit ihm nur Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können. Es wird gebeten, die vollständige Anschrift des Absenders anzugeben.

 

 

 

 

Bönnigheim, 05.02.2021

gez. Albrecht Dautel, Bürgermeister

 

 

 

 

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