WeinKultur Kirchheim

Umtauschaktion der WeinKultur Kirchheim startet bereits am 1. März

Erfasst von: Gayer, Helmut (14.02.2021)

Demnächst geht's los, dann werden Regina und Rosa in den Flaschen sein.

 

Die WeinKultur Kirchheim biegt schneller auf die Zielgerade ein als gedacht. „Wegen der großen Nachfrage werden wir mit unserem Weinverkauf einige Tage früher starten“, sagt Thomas Nollenberger, der Betriebsleiter des kommunalen Weinprojekts der Gemeinde Kirchheim. Statt wie ursprünglich vorgesehen am 5. März werden die Kunden bereits ab 1. März ihre Gutscheine für die Erstlingsweine Rosa und Regina in Flaschen mit echtem Wein verwandeln können. „Wir wollen die Umtauschaktion entzerren, um lange Wartezeiten für die vielen tollen Leute zu vermeiden, die unsere Initiative so fantastisch unterstützen“, sagt Nollenberger. Und auch wer sich kein Billettle für den Rosé oder die weiße Cuvée im Vorverkauf sichern konnte, wird nicht leer ausgehen. „Wir werden genügend Rosas und Reginas auf Lager haben, falls jemand spontan vorbeikommen möchte“, kündigt Nollenberger an.

Deswegen haben die WeinKultur-Macher auch ihre Logistik der großen Nachfrage angepasst. Zusätzlich zu den bekannten Vorverkaufsstellen in der Obsthalle zwischen Kirchheim und Lauffen, im Kirchheimer Dorfladen und an den Vinotheken der Weingärtner Stromberg-Zabergäu wird auch die Alte Kelter in Kirchheim außerplanmäßig geöffnet sein. Dort werden zwischen dem 1. und 5. März jeweils von 16 bis 18 Uhr die beiden Cuvées der WeinKultur erhältlich sein.

Die Alte Kelter im Kirchheimer Ortskern wird am 6. März auch Schauplatz einer ganz besonderen Veranstaltung sein. Von 20.00 Uhr an wird die Mannschaft der WeinKultur ihre ersten Weine offiziell präsentieren. Mit Interviews, Filmen, Musik und natürlich ihren beiden Monsterle Rosa und Regina werden die Macher des kommunalen Dorfunternehmens die Steillagen in Szene setzen – in einer zeitgemäßen Form, als Livesendung im Internet. „Vermutlich ist das die erste Liveübertragung aus der Alten Kelter“, sagt Thomas Nollenberger. Coronabedingt zwar ohne Publikum vor Ort, dafür aber mit der Möglichkeit, dass jede und jeder dabei sein kann, die oder der über einen Internetanschluss verfügt. „Und wer bis dahin eine Flasche Rosa oder Regina zuhause hat, kann im heimischen Wohnzimmer mitmachen und mitprobieren“, sagt Thomas Nollenberger.

Es ist genau diese Kreativität, die auch Frank Braun begeistert. „Das ganz Besondere an der WeinKultur Kirchheim ist die bunte Mischung an engagierten Persönlichkeiten, die sich einer sehr traditionellen, aber auch handwerklich anspruchsvollen Aufgabe verschrieben haben“, sagt der Vorsitzende des Kirchheimer Obstbauvereins. Daher war es für ihn selbstverständlich, dass er mit der Mannschaft von der Obsthalle gemeinsame Sache mit den Kreativarbeitern der WeinKultur macht. „Wir sind Brüder im Geiste“, sagt Braun. Beide Initiativen seien „Teil der Identität Kirchheims“. Außerdem wolle die Obsthalle „zusätzlich zum Verkauf von guten regionalen und saisonalen Produkten in Zukunft die Themen Erleben und Schmecken für unsere Kunden in den Fokus nehmen“. Dabei werde „die Erlebniswelt Steillagen zusammen mit unserem Projekt Neubau Obsthalle eine zentrale Rolle spielen“.

Entsprechend erfreut begleitet Braun die Entwicklung der WeinKultur Kirchheim. „Der flotte Vorverkauf der ersten Weine zeigt nicht nur, dass die Akteure der WeinKultur alles richtig gemacht haben, sondern dass sie auch das Richtige tun“, meint der Sohn einer alteingesessenen Kirchheimer Wengerterfamilie. Von klein auf habe er in den Steillagen gearbeitet, sagt Braun und gesteht: „Das hat nicht immer Spaß gemacht.“ Trotzdem ergreife ihn jedes Mal, wenn er in den Terrassen unterwegs sei, „die Ehrfurcht vor den Menschen, die vor hunderten Jahren mit ihrer Hände Arbeit diese Landschaft mit ihren Trockenmauern und Staffeln erschaffen und bis jetzt gepflegt haben“. 

Dieses Gefühl transportierten die Macher der WeinKultur voller Überzeugung. Und offenbar gelinge es den kommunalen Dorfunternehmern darüber hinaus, „die Weinkonsumenten für ihr Projekt zu begeistern und zu gewinnen“. Wer es schaffe, bei einem Lebensmittel – und als solches begreife er ein gutes Glas Wein – nicht den Preis, sondern den Wert und die gute Idee in den Vordergrund zu stellen, der verdiene seinen größten Respekt, resümiert Braun. Der Mann weiß, wovon er spricht. Er unterstützt die WeinKultur Kirchheim nicht nur als Chef des Obstbauvereins, sondern auch als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Weingärtner Stromberg-Zabergäu – eben jener Genossenschaft, deren Kellermeister Rosa, Regina und später auch Roberto ausbauen und zu dem machen, was sie sein werden: süffige Weine „mit Rückgrat und Charakter“.