ARCHIV: Aus dem Gemeinderat

Neue Telefonanlage fürs Rathaus

Erfasst von: Grieb, Petra (29.03.2021)

Die vorhandene Telefonanlage im Rathaus ist mittlerweile seit neun Jahren in Benutzung. Es gibt dafür seit Ende 2019 keine Ersatzteile und Updates mehr. Bereits Ende 2018 hatte die Betreuungsfirma den Support eingestellt. Danach war nur noch eine Einzelbeauftragung möglich. Im Juni des vergangenen Jahres hatte der Verwaltungs- und Bauausschuss schon über ein erstes Angebot für eine neue EDV-basierte Telefonanlage beraten. Damals hatte der Ausschuss zwar grundsätzlich sein Einverständnis signalisiert, wollte aber trotzdem, dass ein Fachberater nach weiteren Anbietern und technischen Alternativen Ausschau hält. Es sollten beispielsweise auch Cloud-Angebote berücksichtigt werden.

 

Am Montag der vergangenen Woche informierte Ingo Radermacher von der Firma radermacher-consulting im Ausschuss über die Ergebnisse seiner Ausschreibung. Der Experte berichtete über die Telefon-Angebote von fünf Anbieterfirmen, deren Namen allerdings nicht genannt werden durften. Unter den Firmen befand sich auch der jetzige Anbieter, den Radermacher letztlich empfahl. Nicht zuletzt deshalb, weil die betreffende Firma die Gegebenheiten im Kirchheimer Rathaus kennt. Als Preis für ihre Telefonanlage hatte die Firma eine grobkalkulierte Summe von rund 23.800 Euro angegeben. Radermacher schlug vor, die Gemeinde solle mit der Firma über einen besseren Festpreis nachverhandeln und vielleicht sogar eine Pauschale vereinbaren. Dieser Vorgehensweise stimmte der Ausschuss letzte Woche einhellig zu.

 

Von der Cloud-Lösung eines der fünf Anbieterfirmen und der damit verbundenen Abhängigkeit von der Internet-Verfügbarkeit riet Radermacher ausdrücklich ab. Dies sei nichts für Kommunen, urteilte er. Auch wegen der laufenden Kosten. Bei der nun favorisierten „On-Premise“-Lösung wird die Telefonanlagen-Hardware einmalig installiert. Die Daten werden intern verwaltet und befinden sich nicht auf extern gehosteten Servern, wie bei der Cloud-Lösung. Und mit einer „On-Premise“-Telefonanlage ist es möglich, sowohl vom Rathaus, als auch von zu Hause aus zu telefonieren, wie Bürgermeister Uwe Seibold feststellte. Auf Nachfrage von Stephan Hennig teilte Radermacher schließlich mit, die angebotene Telefonanlage habe eine Nutzungsdauer von mindestens fünf Jahren. „Es hat sich im Nachhinein gelohnt, den Markt zu sondieren“, zeigte sich am Ende Immanuel Schmutz zufrieden.