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Arbeitskreis Kommunalpolitik

Keine weiteren Belastungen durch eine Klärschlammverbrennung

Erfasst von: Riecker, Rolf (19.12.2021)

Auch Kirchheim wäre von der geplanten Großindustrieanlage zur Klärschlamm-Trocknung und anschließender Monoverbrennung (KVA) in Walheim betroffen: Vor allem die Anlieferung des Klärschlamms auf LKWs, die nicht nur von der Autobahn über die Neckarbrücke und die B27 nach Walheim fahren würden, sondern auch durch den Ort. Hunderte zusätzliche Schwerverkehrsfahrten jeden Werktag auf unserer Ortsdurchfahrt können die Folge sein. Und was aus dem Kamin kommt, wissen wir auch nicht immer.

Das Misstrauen gegenüber dem Projekt wird durch das Verhalten der EnBW nicht verringert, sondern verstärkt. Wie die Initiative „Bürger im Neckartal“ mitteilt, stoßen deren widersprüchliche Aussagen auf Unverständnis.

So hatte der EnBW-Projektleiter im Sommer bei Sitzungen der Gemeinderatsgremien in Walheim, Besigheim, Gemmrigheim und Kirchheim und bei einer online-Präsentation für interessierte Bürgerinnen und Bürger ausführlich über das Vorhaben informiert und sich den Fragen der Teilnehmenden gestellt. Auf eine Frage aus der Mitte des Walheimer Gemeinderats entgegnete er am 15. Juni: „Walheim war und ist für die EnBW ein immer sehr guter Partner gewesen. Dieses Partnerschaftliche wollen wir weiterhin pflegen. Denn eines ist klar, ein Projekt in dieser Größenordnung wird ohne die Zustimmung Walheims und deren Bevölkerung von der EnBW nicht verwirklicht werden.“ Diese Aussage wurde von Anwesenden notiert und kann bezeugt werden, schreiben die „Bürger im Neckartal“. Empört reagieren sie auf eine Pressekonferenz der EnBW, bei der diese davon sprach, diese Aussagen sei ihrem Mitarbeiter in den Mund gelegt worden. „Das ist schlicht falsch und wird weder ihm noch denjenigen gerecht, die in Walheim Verantwortung tragen“, sagt deren Sprecher Matthias Appelt. Er betont: „Für uns ist das derzeitige Vorgehen der EnBW ein Wortbruch.“

Bestenfalls um ein Missverständnis könne es sich handeln, dass die EnBW ebenfalls im Juni publizierte, dass in Walheim keine Einwendungen aus der Bevölkerung gegen das Vorhaben zu erwarten seien. Und das, nachdem die EnBW mit dem Vorhaben Klärschlammverbrennung in Heilbronn abgeblitzt war 

Die Einwendungen sind nun aber da, und zwar deutlich und von Vielen. Die Gemeinderatsgremien von Walheim, Besigheim, Gemmrigheim und Kirchheim und die BI sprachen sich bereits gegen das Vorhaben aus. Der Petition der BI schlossen sich in kurzer Zeit bereits über 2.100 EinwenderInnen an.

 

Deshalb: Unterstützen auch Sie die Petition mit Ihrer Unterschrift

  • entweder online unter https://www.openpetition.de/!WalheimKVA
  • oder handschriftlich auf den im Dorfladen ausliegenden Unterschriftslisten
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