Dass dabei die jeweilige Region und das Klima und das Terroir mit seinen geologischen Gegebenheiten eine entscheidende Rolle spielen, verdeutlichte er durch Bilder, Kartenmaterial und die praktische V
Dass dabei die jeweilige Region und das Klima und das Terroir mit seinen geologischen Gegebenheiten eine entscheidende Rolle spielen, verdeutlichte er durch Bilder, Kartenmaterial und die praktische Verkostung der mitgebrachten Weine. „Insgesamt werden etwa jeweils 50% Rotweine und 50% Weißweine erzeugt, in der Toskana sind jedoch 88% Rotweine.“, so der Referent. Die wichtigste Sorte sei der Sangiovese - die Basis des Chianti- der allein 100 Klone habe und nicht nur in die aus den 60er Jahren bei uns bekannten „Korbflasche“ abgefüllt werde, sondern als Spitzenwein Chianti-Classico oft als Cuvée mit französischen Weinsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot oder Cabernet Franc erzeugt werde. Dabei kostet eine dreiviertel Liter Flasche bis zu 300 Euro. Da auch für die einfacheren Weine ab 14 € aufwärts gezahlt werden, war ein deutlicher Unterschied in der Vermarktungsstrategie zu deutschen Weinen deutlich.
v.l. Ulrich Bauer, Uwe Mayer, Manfred Schmälzle
Ein Alleinstellungsmerkmal für seinen Wein hat ein Weinproduzent aus der Küstenregion „CostaToscana“ entwickelt. Die Trauben für diesen sehr hochpreisigen Wein werden nach der Lese in reusenartige Schilfkörbchen gelegt und für fünf Tage bis auf dem Meeresgrund versenkt; anschließend zur Trocknung an der Luft ausgebreitet und erst dann gekeltert. Da hiervon nur sehr wenige hundert Flaschen pro Jahr produziert werden, liegt der Verkaufspreis dann schon in vierstelligen Bereich.
Nach zwei Stunden eines wirklich sehr interessanten Vortrags bedankten sich die Vereinsspitze mit einem Weinpräsent und die beeindruckten Zuhörer mit einem anerkennenden Applaus für dieses gelungene Weinkolleg bei Uwe Mayer.
Sehr gut besucht war das Weinkolleg von Uwe Mayer am vergangen Samstag in der Vinothek. Sein neues Thema, erneut ein Blick in europäische Weinbaugegenden, die er nicht nur als Tourist besucht. Vierein
Sehr gut besucht war das Weinkolleg von Uwe Mayer am vergangen Samstag in der Vinothek. Sein neues Thema, erneut ein Blick in europäische Weinbaugegenden, die er nicht nur als Tourist besucht. Viereinhalb Monate Leben und Arbeiten auf Elba und in der Toskana hatte er diesmal geplant, um auf drei unterschiedlichen Weingütern die Absatz- und Vermarktungsstrategien von Weinen in einer europäischen Weinbauregion zu studieren und tatkräftig mitzugestalten.
Gut besuchtes Weinkolleg
So führte er für ein Weingut auf Elba Touristen durch den Keller und die Weinberge, gestaltete Weinevents und machte Weinproben für die jeweiligen Weingüter. Außerdem brachte er wunderschöne Fotos und kurze Filmsequenzen für seinen erneut sehr umfangreichen und bestens durchstrukturierten Vortrag mit nach Bönnigheim.
In einem großen Bogen erläuterte er seinen Zuhörern sein Wissen über das Weinland Italien, welches weltweit die größte Menge Wein- nämlich 40 Millionen Hektoliter pro Jahr – produziert. Anbauflächenmäßig liegen zwar Spanien und Frankreich vor Italien, doch der Export italienischer Weine ist mit 49,3% deutlich am höchsten. Deutschland exportiert zum Beispiel lediglich 15,6% seiner Weine.
Aber nicht nur trockene Informationen hatte Mayer seinen Gästen anzubieten, denn drei Elba-Weine und zwei aus der Toskana hatte er zur Verkostung mitgebracht. Einen großen Raum nahmen im weiteren Verlauf die Reb- und Weinsorten ein, wobei auf Elba Barolo und Barbaresco zu den Spitzenweinen gehören, der Chianti Classico oder der Brunello in der Toskana „in unendlich vielen Varianten produziert werden“ ergänzte Uwe Mayer.