
Internationaler Museumstag
17. Mai 2026
Am Internationalen Museumtstag nehmen alle 3 Bönnigheimer Museen teil und bieten Aktionen zum Museumstag an.
Virtuelles Nachrichtenblatt
der Stadt Bönnigheim und der Gemeinden Kirchheim und Erligheim

Am Internationalen Museumtstag nehmen alle 3 Bönnigheimer Museen teil und bieten Aktionen zum Museumstag an.

Eine Frau schreibt Literaturgeschichte.
Das kleine Literaturmuseum Sophie La Roche befindet befindet sich im ehemals königlich-württembergischen Forstgefängnis. Dieses liegt in unmittelbarer Nähe des ab 1755 für den Reichsgrafen Friedrich von Stadtion (1691-1768) errichteten spätbarocken Schlosses von Bönnigheim, wo auch die Schriftstellerin Sophie von La Roche zeitweise lebte. Hier schrieb sie wesentliche Passagen ihres ersten großen Romans "Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim", der sie weit über die Grenzen Deutschlands hinaus berühmt werden ließ. Würdigung finden Leben und Werk der Schriftstellerin und Kulturvermittlerin Sophie von La Roche (1730-1807), der ersten deutschen Autorin von Rang.
Die Ausstellung ermöglicht zahlreiche Einblicke in die wichtigsten Stationen ihres Lebens sowie in ihr weitgefächtertes Werk.
Um sich möglichst einen umfassenden Überblick verschaffen zu können, ist es sinnvoll, sein eigenes Smartphone inklusive Kopfhörer mitzubringen.
Das Museum hat von 13 - 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet
Ort: Museum Sophie La Roche
Schlossstraße 35, Bönnigheim
kostenlose Kurzführungen um 14, 15 und 16 Uhr
Jeweils am Ende einer Kurzführung lädt das Museumsteam die Gäste zu einem Glas Sekt, Wein oder Wasser ein.

Mit der größten alkoholgeschichtlichen Museumsammlung ist hier die Kulturgeschichte der süddeutschen Kleinbrennerei dargestellt. Im ältesten Bönnigheimer Gebäude, dem Steinhaus von 1296, sind Themen wie Destillationsgeschichte, Schwarzbrennerei oder Industrie und Alkohol dargestellt.
In der Abteilung „Kindesglück – magische Bräuche um Liebe und Geburt“ wird die Forschungsgeschichte der Nachgeburtsbestattung dargestellt, welche in Bönnigheim zum ersten Mal in Deutschland erforscht wurde.
Die Sonderausstellung „ZeitSpuren Bönnigheim – vom Kupferstich zum Smartphone“ zeigt anhand ausgewählter Bilder und Exponate die Stadtentwicklung. Aus über 200 gesichteten Sammlungsstücken wurden rund 80 ausgewählt, die von frühen Darstellungen bis zu modernen Smartphone-Fotos reichen. Ziel ist es, die weitgehend gleichbleibende Entwicklung Bönnigheims bis ins 20. Jahrhundert zu veranschaulichen.
Beim Internationalen Museumstag 2026 unter dem Motto: "Baden-Württemberg erzählt" wird die Tradition des Weinbaus gezeigt, der bereits 793 in Bönnigheim erwähnt wird. Alte Weingeräte werden erläutert und Zeitzeugen berichten um 15 Uhr von Ihren Erfahrungen mit der harten Arbeit im "Wengert". Der Weinbau prägte
Bönnigheim. Es gab sieben Keltern. Dazu darf der Wein "Ganerbenstadt Bönnigheim" verkostet werden.
Das Museum hat von 14 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.
Ort: Schwäbisches Schnapsmuseum, Meiereihof 5 + 7, Bönnigheim
Kostenlose Führungen um 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr

1832 wurde das Apothekenlabor mit einem Brunnen als feuerfestes Sandsteingewölbe in einem Fachwerkhaus vom damaligen Apotheker Adam Völter errichtet. Das Gebäude markiert den Übergang von der handwerklichen Arzneiherstellung zur industriellen Produktion und kann als Reaktion des Apothekers auf die preiswertere, industrielle Arzneiherstellung angesehen werden.
In keinem anderen Apothekenmuseum wird die Verwendung des Alkohols in der Medizin dargestellt wie in Bönnigheim. Neben zahlreichen Destillationsgeräten aus verschiedenen Epochen wird eine Bitterdestillationsanlage von 1900 gezeigt. Der durch Destillation gewonnene Alkohol oder Aqua vitae (Lebenswasser) war Ausgangsstoff für viele Arzneimittel wie Tinkturen Mixturen, Extrakte, Kräuterschnäpse und Liköre sowie Desinfektionsmittel. In einer kleinen Destillationsanlage wird der Destillationsvorgang veranschaulicht.
In der Arzneyküche wird die Arzneiherstellung im 19.Jahrhundert Schritt für Schritt erlebbar: Im 1. Stock werden Kräuter getrocknet, geschnitten, geraspelt, gemahlen, gesiebt. Danach werden Wirkstoffe aus den Kräutern mit Alkohol extrahiert oder in Holz bzw Blechbehältnissen für die spätere Verwendung gelagert. Die verwendeten Gerätschaften waren damals in jeder Küche zu finden; daraus leitet sich der Name Arzneyküche ab. Im Erdgeschoss befindet sich ein Brunnen für die Arzneiherstellung, aber auch zum Brandschutz. Die Destillation fand im feuerfesten Sandsteingewölbe statt. Hier wurden die Kräuter im Mörsern zermahlen mit Latwergen versetzt und zu Pasten, Cremes verarbeitet oder zu Pillen gedreht.
Das Museum hat von 14 - 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.
Ort: Museum Arzney-Küche, Kirchstraße 22, Bönnigheim
Kostenlose Führungen um 14, 15 und 16 Uhr